Wenn Maren auf diese lange Zeit zurückblickt, überwiegt ein Gefühl: Dankbarkeit. "Als ich anfing, war ich die erste und einzige Mitarbeiterin. Heute verlasse ich ein Team mit drei Kolleginnen – und bin dankbar für das gute Miteinander", erzählt sie. Viele Veranstaltungen sind ihr dabei besonders in Erinnerung geblieben: Hauptamtlichentagungen, Mentoringkurse, Juleica-Schulungen, die Pfingst-Events "Holy" und "PrayDays", Silvesterfreizeiten auf dem CVJM-Schiff und noch vieles mehr.
Prägend waren für Maren auch die vielen Begegnungen mit jungen Menschen. Sieben Jahre lang gestaltete sie gemeinsam mit Rico Weißbach einen Impact-Kurs mit Mentoringgruppen. "Das waren intensive Zeiten mit interessierten jungen Leuten. Besonders berührt hat es mich, wenn aus diesen Gruppen neue Mitarbeitende für den CVJM hervorgegangen sind." Ein Herzensanliegen war ihr außerdem das Thema "Gottes Stimme hören". In Praxiszeiten fragten die Teilnehmenden gemeinsam nach Eindrücken für Einzelne. "Wenn so ein Eindruck dann wie die Faust aufs Auge passte, war das für mich ein ganz besonderer Moment."
Ein weiteres großes Kapitel ihrer Arbeit war TEN SING. Als Maren 2004 einstieg, befand sich diese Arbeit in voller Blüte: 17 Ortsgruppen, Seminare mit bis zu 130 Teilnehmenden und TEN SING-Festivals, die ganze Hallen füllten. Mit dem Projekt "TEN SING Sachsen" war sie mit einem Trainerteam im Herbst jeweils an vier Orten unterwegs – vier Tage lang, um Gruppen zu stärken und in Schulen Öffentlichkeitsarbeit zu machen. "Das war voller Energie und Spaß! Ich habe Berührungsängste verloren, in der Öffentlichkeit aufzutreten – das hat mich selbst enorm gefördert."
In all den Jahren hat sie eine klare Leitlinie getragen: "ora et labora" – beten und arbeiten. Gerade in den Anfangsjahren erlebte sie viel Freiraum, um Dinge auszuprobieren. Nach ihrer Elternzeit stieg sie 2013 in Teilzeit wieder ein – eine Form, die ihr auch persönlichen Freiraum für Weiterbildungen ließ.
Mit dem Ende ihrer Tätigkeit im Landesverband bricht Maren nun zu neuen Ufern auf. In Dresden hat sie seit zwei Jahren einen eigenen Beratungsraum, in dem sie Coaching, Supervision und Seelsorge anbietet. Noch hält sie das bewusst in einem kleinen Rahmen, "damit meine Seele genug Luft zum Atmen hat", wie sie sagt.
